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Nur wenn du weißt, wie du richtig stehst und die Waffe hältst, gelingt es dir, den Schuss genau dort zu platzieren, wo du ihn haben willst. In diesem Blogbeitrag geht es um die Grundlagen von Stand, Haltung und Griff beim Schießen mit einem Gewehr. Zudem zeigen wir dir eine Isolationsübung, mit der du testen kannst, ob du diese Grundlagen richtig anwendest.

In this blog post:

Stellung und Körperhaltung

Um mit einem Gewehr präzise und effizient schießen zu können, musst du lernen, die Kräfte des Rückstoßes und der äußeren Einflüsse abzumildern und zu absorbieren.

Der beste Weg, diese Kräfte zu beherrschen, besteht darin, eine tragfähige, formbare und anpassungsfähige Basis zu schaffen, von der aus du schießen kannst. Die beiden wichtigsten Faktoren für den Aufbau einer solchen Basis sind dein Stand und deine Haltung.

Beginnen wir mit deiner Schussstellung. Sie sollte nicht entspannt sein. Vielmehr sollte sie athletisch sein. Um einen athletischen Stand zu erreichen, stellst du dich mit den Füßen etwa schulterbreit auseinander (stehe niemals mit den Füßen zusammen). Deine Schultern und Hüften sollten im rechten Winkel zu dem Ziel stehen, das du anvisieren willst. 

Als Nächstes musst du auf deine Schussstellung achten. Ist deine Haltung von der Hüfte bis zu den Füßen darauf vorbereitet, einen erheblichen dynamischen Druck auf die Muskel-Skelett-Struktur der unteren Extremitäten auszuüben? Der Fachbegriff dafür lautet "gespannte Haltung".

Oberhalb der Hüfte ist eine gespannte Haltung nicht notwendig; dort brauchst du nur eine korrekte Haltung. Eine korrekte Haltung des Oberkörpers bedeutet, dass du nicht aufrecht und neutral stehst und dich nicht zurücklehnst. Deine Oberkörperhaltung ist richtig, wenn deine Schulterblätter nicht über deine Ferse hinausragen. 

In der Praxis erreichst du eine korrekte Oberkörperhaltung, wenn du deine Waffe präsentierst, indem du aus der Hüfte nach vorne greifst und deinen Brustkorb über deine Gürtellinie bringst. Auch deine Ellbogen müssen fest an deinen Körper gezogen werden (dazu gleich mehr). 


Griff

Eng mit dem Stand und der Körperhaltung verbunden ist die Art und Weise, wie du die Waffe hältst. 

Zunächst einmal gibt es vier Stellen an einem Gewehr, an denen dein Körper mit der Waffe in Kontakt kommt. Das sind:

  • Griff unterhalb des Abzugs (gehalten von deiner dominanten Hand)

  • Vertikale Griffbefestigung unter der Schiene an der Vorderseite des Gewehrs (gehalten von deiner nicht-dominanten Hand)

  • Schaftkappe (sie liegt an der Schulterbeuge deiner dominanten Seite an)

  • Wangenauflage (die Stelle auf dem Schaft, an der du deine dominante Wange auflegst)


Platzierung des Gewehrschafts

Du fragst dich vielleicht, wo entlang deiner Schulter du Schaftkappe anlegen sollst. Um die richtige Position zu finden, legst du deine dominante Hand auf den hinteren Griff und deine nicht dominante Hand auf den vorderen Griff und führst das Gewehr gerade nach oben zu deinem Auge, sodass der Eyebox deiner Optik direkt vor deinem Auge liegt. 

Der optimale Punkt für die Schaftkappe sollte jetzt deutlich zu spüren sein.

Achte bei dieser Übung darauf, dass du deinen Kopf nicht zur Seite neigst, sonst musst du das Gewehr schräg halten, um die Eyebox zu erreichen. Das ist ineffizient und destabilisierend. 

Vermeide es, gegen eine natürliche menschliche Reaktion anzukämpfen, während du deine Waffe bedienst. Bringe dich also nicht in eine Situation, in der du nach dem Zielfernrohr suchen musst, sondern führe das Zielfernrohr direkt zu deinem Auge.

Wie du deine Wange auf der Wangenauflage platzierst, hängt ganz von der Höhe deiner Optik ab. Das Ziel ist es jedoch, einen festen, gleichmäßigen und korrekten Kontakt mit der Auflage zu erreichen, sobald die Waffe vollständig ausgerichtet ist.


Griff der dominanten Hand

Der Griff auf der dominanten Seite ist deine Schusshand. Achte darauf, dass du mit dieser Hand die Abschusssicherung bedienen kannst. Vergewissere dich außerdem, dass du bei der Abzugskontrolle von einem einzigen Gelenk isolieren kannst. 

Beachte, dass der Griff auf der dominanten Seite nicht dazu dient, Druck auf deinen Körper auszuüben. Vielmehr hat er die Funktion, einen hohen, festen Griff zu bilden.

Griff der nicht-dominanten Hand

Es mag überraschend klingen, aber es ist deine nicht-dominante Hand, die beim Gewehrgriff am stärksten beansprucht wird. Hier ist der Grund dafür. Wenn du die Waffe abfeuerst, hat sie natürlich einen Rückstoß. Dadurch hebt sich die Nase des Gewehrs, was das Visierbild deiner Optik durcheinander bringt. Die Folge ist, dass die Genauigkeit deines nächsten Schusses beeinträchtigt wird. 

Die Vermeidung des Rückstoßes ist daher von entscheidender Bedeutung. Die Verantwortung dafür liegt bei deinem Griff auf der nicht-dominanten Seite.

Es gibt zwei Fehler, die Schützen häufig machen, wenn sie versuchen, den Schaft eines Gewehrs zu kontrollieren. Der eine ist, dass sie die Waffe in der Hand halten, indem sie die Unterseite des vorderen Griffstücks in der Handfläche ruhen lassen. Der zweite Fehler ist, dass sie das vordere Ende nur mit dem Griffstück halten. 

Die richtige Art, das vordere Ende des Gewehrs zu kontrollieren, ist, den Daumen über den Lauf und die anderen vier Finger darunterzulegen, wobei die vertikale Halterung an der Rückseite der Handfläche anliegt.

Eine Strategie, die du anwenden solltest, um die Kontrolle über das vordere Ende des Gewehrs zu verbessern und das Anheben des Schafts zu minimieren, betrifft deine Ellbogen. Du kannst die Stabilität deiner Waffe erhöhen, indem du deine Ellbogen so eng wie möglich an die Seiten deines Körpers heranführst, sodass sie in einer Linie mit dem Gewehr sind. 

Umgekehrt gilt: Je weiter du deine Ellenbogen nach außen hältst, desto weniger Stabilität erreichst du. Und je weniger Stabilität, desto größer ist die Gefahr, dass sich die Spitze des Gewehrs hebt. 

In unserem letzten Beitrag hast du gelernt, wie du deinen Riemen an der vorderen Befestigung anlegst. Auf diese Weise kannst du den Gurt über den Radiusknochen deiner nicht dominanten Hand legen. Wenn du deinen Ellbogen in die richtige Position bringst, entwickelt der Gurt Spannung. Diese Spannung sorgt für zusätzliche Stabilität der Gewehrspitze und hilft dir, die Auswirkungen des Rückstoßes abzumildern und dein Visier auf dem Ziel zu halten.


Überprüfung deiner Haltung, deines Standes und deines Griffs

Probiere aus, wie du dem Rückstoß entgegenwirken kannst, indem du dich in die oben beschriebene Position begibst, die Waffe auf das gewünschte Ziel richtest und dich zum Schießen bereit machst. Bevor du den Abzug drückst, schaue gerade nach unten auf deine Füße. Feuere drei Schüsse ab, während du weiter nach unten schaust. 

Da deine Augen auf den Boden gerichtet sind, wirst du den Rückstoß eher spüren als sehen.

Nachdem du den Rückstoß von drei Schüssen gespürt hast, schau weiterhin nach unten und gib fünf weitere Schüsse ab. Wenn deine Haltung und dein Stand falsch sind, werden sich deine Zehen bei jedem Schuss vom Boden abheben. Der Grund dafür ist, dass deine unteren Extremitäten nicht ausreichend belastet sind. Um dieses Problem zu beheben, musst du deine Haltung so anpassen, dass deine Füße, Waden und Oberschenkel richtig belastet werden.

Stimmt deine Haltung, bleiben dein Stand und dein Griff unverändert, wenn du die Waffe abfeuerst. 

Wenn du Probleme hast, deinen Stand zu stabilisieren, wiederhole die Isolationsübung so oft wie nötig, um den Fokus von deinem Visier auf deinen Körper zu lenken.


Schlussfolgerung

Erwartungsgemäß gibt es noch viel mehr zu den Konzepten der Schussstellung, der Haltung und des Griffs, als in einem kurzen Beitrag wie diesem dargestellt werden kann. Wir empfehlen dir, den nächstgelegenen Schießstand zu besuchen und mit den dortigen Ausbildern zu sprechen, um weitere Informationen zu erhalten oder dich für einen Trainingskurs vor Ort anzumelden.

Wenn du in der Zwischenzeit eine Demonstration der in diesem Beitrag enthaltenen Informationen sehen möchtest, sehe dir die zweite Episode unserer Videoserie Profi-Leitfaden für die Grundlagen des Gewehrschießens an, die von Ausbilder Rick Crawley moderiert wird.

Rick Crawley

Über den Autor:

Rick Crawley

Rick Crawley ist der Gründer und Geschäftsführer von Achilles Heel Tactical. Er verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung mit Militär- und Polizeieinheiten bei mehreren Einsätzen in OIF- und OEF-Operationen. Rick ist ein ehemaliges SWAT-Teammitglied, ein Veteran des Marine Corps und ein zertifizierter Schusswaffenausbilder.

Veröffentlicht: 14-02-2022
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