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Ein Gewehr ist ein komplexes und anspruchsvolles Waffensystem, welches man nicht einfach in die Hände nehmen und loslegen kann; es gibt bestimmte Vorgehensweisen, um ein Gewehr schussbereit zu bekommen. In diesem Beitrag werden die verschiedenen Aspekte der Gewehr-Einrichtung erläutert.

In this blog post:

Gewehr einrichten

Um die Handhabung eines Gewehrs zu verbessern, ist der Besuch eines Schießstandes unerlässlich. Bevor du aber die ersten Schießübungen durchführst, musst du es jedoch zuerst einrichten. Und zwar so, dass es sich an deinen Körper anpasst. 

Achte bei der Anpassung des Gewehrs an deinen Körper darauf, dass du nicht gegen menschliches Verhalten oder natürliche menschliche Reaktionen agierst. Deshalb solltest du mit der Einstellung deines Gewehrs dort beginnen, wo es mit deinem Körper verbunden ist.




Zuglänge

Eine Stelle, an der das Gewehr eine Verbindung mit deinem Körper eingeht, ist die Armbeuge mit dem Schaft des Gewehrs.

Bei Gewehren ist der Schaft in der Regel verstellbar (der verstellbare Teil, der sogenannte Zug, wird durch Ausfahren oder Zusammenklappen eingestellt). Die Frage ist also: Wie lang sollte der Schaft sein, damit er optimal an den Körper angepasst werden kann? Das kannst du herausfinden, indem du den Zug ganz ausfährst und den Schaft in die Armbeuge legst (den Arm auf der dominanten Seite deines Körpers). Dann greifst du nach dem Griff direkt hinter und unter dem Abzug.

Die Länge des Abzugs ist dann passend, wenn dein Abzugsfinger den Sicherheitsschalter betätigen kann und die Gelenke gut genug entspannt sind, um den Abzug zu betätigen.

Wenn die vollständig ausgefahrene Länge zu lang ist, verkürze den Abzug um eine Stufe und überprüfe ihn erneut. Wiederhole den Vorgang, bis die Länge für deinen Körper richtig ist.



Korrektes Einstellen des Gewehrriemens

Das Schießen mit einem Gewehr wird genauer, wenn du einen Riemen an der Waffe befestigst. Aber wo befestigst du ihn?

Einige Experten bevorzugen es, den hinteren Befestigungspunkt des Riemens mit dem unteren Teil des Gewehrs zu verbinden. Es gibt jedoch keine feste Regel, die besagt, dass du den Riemen nicht auch am Hinterschaft, an der Rückseite des Gehäuses oder links vom Lauf anbringen kannst. 

Was den vorderen Befestigungspunkt des Riemens angeht, empfehlen die Profis, ihn so weit vorne wie möglich zu platzieren, wo du die Waffe mit deiner nicht dominanten Hand greifen und steuern kannst. 

Stelle die Spannung des Riemens zunächst für die Arbeitsposition ein (in dieser Position ist der Riemen vollständig zusammengelegt). Stelle dann die Spannung für die entfaltete Position (vollständig geöffnet) ein. Um zu überprüfen, ob der Riemen zu deinem Körper passt, bring ihn in die entfaltete Position, lege den Riemen über deinen Körper und stelle ihn dann in die Arbeitsposition ein (er sollte eng an deinem Körper anliegen). 

Der Riemen ist richtig gespannt, wenn du das Gewehr nach dem Zurückschieben des Verschlusses in die vollständig ausgezogene Position greifen kannst, ohne danach zu suchen, ihn leicht anheben und die Waffe zum Einsatz bereitstellen kannst.

Wenn er richtig gespannt ist, läuft ein Zweipunktriemen beim Anheben eines Karabinergewehrs ganz natürlich über den Radialknochen deines Handgelenks an der nicht-dominanten Hand. Das ist sehr vorteilhaft, denn so liegt die Waffe stabiler in der Hand und der Rückstoß wird gedämpft. Damit dies richtig funktioniert, muss sich die vordere Befestigung direkt vor deiner Hand befinden.


Optik einrichten

Als Nächstes steht die Einrichtung der Optik auf dem Plan. Stelle zunächst sicher, dass du den richtigen Augenabstand hast. Dazu stellst du dich hinter die Waffe (das heißt, du legst deine Wange auf den Schaft und schaust durch die Visierung). Achte darauf, dass du deinen Nacken nicht belastest, dich verkrampfst oder deinen Kopf und deine Schultern in eine unangenehme Position bringst.

Du kannst aus einer Vielzahl von Optiken wählen. Dazu gehören variable Optiken mit geringer Leistung, Red Dots, Prismen und holografische Visiere.

Egal, wofür du dich entscheidest, wichtig ist, dass du dich mit der Optik gut auskennst: Du musst wissen, wie du sie einstellst, wie du damit anvisierst und wie du sie richtig montierst.


Einstellung des Vordergriffs und Anordnung der Komponenten

Nehmen wir an, du verwendest taktisches Licht, Laser und Endgriffe. Wo sollst du sie anbringen? Bedenke zunächst deine natürliche menschliche Reaktion, d.h. du willst das Gewehr an deine eigenen Gegebenheiten anpassen. 

Ziehe deinen Riemen über und stelle dein Gewehr gerade auf. Sieh nicht auf das Gewehr, sondern auf den Boden und schließe die Augen, wenn das hilft. Greife nun mit der Hand deiner nicht dominanten Seite nach oben und fasse den Lauf.

Dort, wo diese Hand ganz natürlich landet, platzierst du die Bedienelemente und den Griff.

Lichter & Laser

Oftmals stellt sich die Frage, welche Schienenlänge du verwenden solltest. Die Wahl hängt ganz von deinen persönlichen Vorlieben ab. Achte nur darauf, dass du genug Platz im Lauf hast, um deine Lampen, Laser, Bedienelemente und andere Vorrichtungen unterzubringen.

Länge des Laufs 

You might wonder what length of rail you should run. The choice is entirely based on personal preference. Just make sure you have enough barrel real-estate to accommodate your lights, lasers, controls, and any other attachments.



Effektives Nullstellen

Jetzt kannst du mit dem Nullstellen beginnen. Dafür brauchst du ein sogenanntes Prüfziel. 

Nehmen wir an, du willst drei effektive Nullen auf 25 Meter schießen. Dein Zielpunkt auf dem Prüfziel ist ein blauer 1-Zoll-Punkt, der auf oder leicht über einem leeren 1-Zoll-Quadrat sitzt. Du hast den Nullpunkt auf 25 Meter erreicht, wenn deine Schussgruppe innerhalb dieses blauen Punktes liegt. Du kannst auch andere Werte wählen, z. B. ein 36-Meter-Null auf 25 Meter oder ein 50-Meter-Null auf 25 Meter. 

Wie auch immer du den Nullpunkt festlegst, du musst die dazu erforderlichen Griffe mental verinnerlichen.

Schießen in der Bauchlage

Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du deinen Nullpunkt in der stabilsten, am wenigsten beweglichen Position festlegst. Das ist die Bauchlage. Wenn du in der Bauchlage schießt, solltest du dir so viel künstliche Unterstützung wie möglich suchen. Ein Schießsack eignet sich gut für diesen Zweck.

Schritt 1: Richte das Gewehr ein.

Gehe davon aus, dass du aus der Bauchlage auf 25 Meter schießt. Stelle sicher, dass deine Waffe geladen ist, BEVOR du dich in die Bauchlage begibst. Bevor du dich in die Bauchlage begibst, fahre deine Waffe gerade aus und stelle das Absehen der Optik ein. Du solltest darauf achten, dass du keinen großen roten Punkt zum Einschießen hast, sondern ein möglichst feines Absehen, bevor du dich in die Bauchlage begibst und einschießt.

Nachdem du die richtige Helligkeit des Absehens eingestellt hast, nimmst du dein Magazin und achtest darauf, auf welcher Seite die Patrone liegt. Für unseren Fall nehmen wir an, die Patrone ist auf der linken Seite. Während du das Magazin in die Waffe einführst, drückst und ziehst du es. Wenn es nicht richtig sitzt, kommt es sofort wieder heraus (das ist eine viel zuverlässigere Testmethode als das Klopfen darauf). Führe diese Prüfung durch, um dich zu vergewissern, dass das Magazin tatsächlich sitzt, damit du dir darüber keine Gedanken machen musst, wenn du auf dem Boden liegst und deine Patronen abfeuern willst.

Als Nächstes überprüfst du die Verschlussträgergruppe mit Druck. Dazu greifst du den Ladegriff, ziehst ihn gerade nach hinten und lässt ihn dann los. Wenn die Verschlussträgergruppe nicht einrastet, schiebe sie mit deinem Forward Assist nach vorne.

Schritt 2: Bring dich in Position.

Wenn alles ordnungsgemäß eingestellt ist, kannst du mit der Nulleinstellung beginnen. Nimm den Riemen ab und richte deinen Körper und deine Wirbelsäule auf das Ziel aus. Nimm deinen Schießsack. Nimm sie mit, wenn du dich hinkniest. 

Lege den Schießsack in Armlänge vor dich hin. Lege dein Gewehr auf den Sack, wobei die Waffe auf die vertikale Achse deines Körpers ausgerichtet ist. Achte darauf, dass das Gewehr an möglichst vielen Kontaktpunkten vollständig am Schießsack anliegt. 

Aus der knienden Position heraus drückst du deine Beine gerade nach hinten und positionierst dich hinter dem Gewehr (hier ist es wichtig, eine gute Körper-Wirbelsäulen-Ausrichtung zu erreichen). Wenn du dich hinter dem Gewehr niederlässt und nun flach liegst, senke dein Zwerchfell in den Boden (manche Profis heben auch gerne ihr Gesäß an, während sie ihre Zehen nach unten drücken).

Schritt 3: Finde deinen natürlichen Zielpunkt.

Jetzt kannst du damit beginnen, deinen natürlichen Zielpunkt zu finden. Dein natürlicher Zielpunkt ist extrem wichtig für die Nullstellung. Dein natürlicher Zielpunkt ist der Punkt, an dem der Punkt oder das Fadenkreuz auf natürliche Weise auf dem Ziel aufsetzt (benutze nicht deine Muskeln, um ihn zu erzwingen).

Schritt 4: Lege eine natürliche Atempause ein.

Nachdem du deinen natürlichen Zielpunkt festgelegt hast, solltest du nun deine natürliche Atempause bestimmen. Deine natürliche Atempause ist die kurze Sekunde zwischen Ausatmen und Einatmen. Es ist wichtig zu wissen, wo dies geschieht, denn die natürliche Atempause ist der beste Zeitpunkt, um den Schuss abzugeben.

Schritt 5: Übe isolierten Druck aus, um den Schuss abzugeben.

Widerstehe dem "Schießbefehl" in der natürlichen Atempause. Stattdessen gibst du den Schuss ab, indem du die Waffe "aufforderst", loszuschießen. Das tust du, indem du isolierten Druck gerade nach hinten ausübst, ohne die Visierung zu unterbrechen.

Schritt 6: Überprüfe dein Ziel.

Feuere drei bis fünf Schüsse ab und lege die Waffe dann wieder auf Sicherheit. Nimm deine Hand auf der nicht-dominanten Seite (die, die keinen Druck ausgeübt hat) von der Waffe. Drücke dich nach oben und komme in eine kniende, kontrollierte Unterarmtrageposition und arbeite dich wieder in die stehende Position hoch. Gehe zum Ziel und überprüfe die Gruppierung. 

Nimm alle erforderlichen Korrekturen vor, indem du die Viertelzoll-Maßeinheit auf der Zielscheibe verwendest. Schieß erneut, überprüfe die Gruppierung, nimm weitere Anpassungen vor und wiederhole den Vorgang, bis du den Nullabgleich abgeschlossen hast.


Fazit

Wenn du ein Gewehr in den Händen hältst, muss es ein Teil von dir werden, um es effektiv führen zu können. Die in diesem Beitrag beschriebenen Schritte bringen dich in die richtige Richtung. In den kommenden Wochen werden wir dir noch mehr Informationen geben, die wichtig für dich sind. In der Zwischenzeit kannst du dir Episode 1 der neuen UF PRO-Videoreihe über die Grundlagen des Gewehrs anschauen, sofern du dir die in diesem Beitrag vorgestellten Informationen im Videoformat zu Gemüte führen möchtest.

Rick Crawley

Über den Autor:

Rick Crawley

Rick Crawley ist der Gründer und Geschäftsführer von Achilles Heel Tactical. Er verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung mit Militär- und Polizeieinheiten bei mehreren Einsätzen in OIF- und OEF-Operationen. Rick ist ein ehemaliges SWAT-Teammitglied, ein Veteran des Marine Corps und ein zertifizierter Schusswaffenausbilder.

Veröffentlicht: 07-02-2022
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